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Die Petronas Towers sind das Wahrzeichen von Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias, das 2025 des ASEAN-Vorsitz führt Bild: CHROMORANGE / Werner Thoma/picture alliance
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Wenn Malaysia im Mai zum gemeinsamen Gipfel der [ASEAN-Länder](https://www.dw.com/de/asean/t-17293505)
auch Vertreter der arabischen Golfstaaten und Chinas einlädt, dann lässt das viele Beobachter aufhorchen - nicht nur in Malaysia selbst, das in diesem Jahr den Vorsitz des südostasiatischen Bündnisses aus zehn Ländern innehat.
Malaysias Premierminister Anwar Ibrahim betont zwar, dass sich der Gipfel im Mai nicht gegen die USA richte und nicht bedeute, dass man sich "auf eine Seite schlagen" wolle. Vielmehr gehe es darum, "die strategische Relevanz der ASEAN in einer multipolaren Welt sicherzustellen
Anwars Plan eines ASEAN-Handelsbündnisses mit [Chinas riesiger Wirtschaft](https://www.dw.com/de/chinas-schwache-konjunktur-und-trumps-zollpl%C3%A4ne-dr%C3%BCcken-in-asien-auf-die-stimmung/a-71229217)
und den rohstoffreichen und investitionsfreudigen Golfstaaten könnte aber tatsächlich in Washington schlecht ankommen, meint Sam Baron, der am _Yokosuka Council on Asia-Pacific Studies_ in Japan forscht.
Denn die ASEAN-Staaten, einige Golfstaaten und und [China](https://www.dw.com/de/china/t-17281386)
haben hohe Handelsüberschüsse gegenüber den USA und stehen deshalb im [Fadenkreuz des Handelskriegers Trump](https://www.dw.com/de/donald-trump-und-die-us-z%C3%B6lle-ist-das-legal/a-71747592)
, erklärte Baron gegenüber der _South China Morning Post_. "Trump scheut sich nicht, die Handelspolitik wie einen Vorschlaghammer einzusetzen", so der US-Forscher. "Anwar muss vorsichtig sein."
Natürliche Partner?
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Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der arabischen Länder, die den Golf-Kooperationsrat (GCC) bilden, lag im Jahr 2023 nach Berechnungen des Weltwährungsfonds (IWF) bei etwa 2,1 Billionen US-Dollar. Mitglieder sind Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und die [Vereinigten Arabischen Emirate (UAE)](https://www.dw.com/de/vereinigte-arabische-emirate/t-18456843)
. Der größte Anteil entfällt auf [Saudi-Arabien](https://www.dw.com/de/saudi-arabien/t-17289946)
und die UAE, die zusammen fast drei Viertel der Wirtschaftsleistung dieser Gruppe ausmachen.
Die ASEAN-Staaten sind eine der am schnellsten wachsenden Wirtschaftsregionen der Welt mit rund 690 Millionen Einwohnern. Zusammen kamen die zehn Mitgliedsländer 2023 auf ein BIP von knapp 3,8 Billionen US-Dollar. Ein Drittel davon trägt [Indonesien bei, das auch das bevölkerungsreichstes Land der Gruppe](https://www.dw.com/de/indonesien-balanceakt-zwischen-peking-und-washington/a-70862194)
ist.
Für die [Europäische Union sind die ASEAN-Länder schon heute wichtige Handelspartner](https://www.dw.com/de/eu-erlebt-imageverlust-in-s%C3%BCdostasien/a-68868244)
, der Block liegt nach den USA und China auf Platz drei. Umgekehrt sind die wichtigsten Handelspartner der ASEAN China, die USA, die EU und Japan.
Bündnis unterschiedlichster Staaten
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Das ASEAN-Bündnis ist allerdings wenig homogen: Das arme [Laos](https://www.dw.com/de/laos/t-18436342)
ist dort genauso Mitglied wie der reiche und hoch entwickelte Stadtstaat [Singapur](https://www.dw.com/de/singapur/t-18298527)
. Und [Malaysia](https://www.dw.com/de/malaysia/t-66503963)
erwirtschaftet beim BIP pro Kopf fast doppelt so viel wie [Thailand](https://www.dw.com/de/thailand/t-17292885)
.
"Die ASEAN-Länder haben in den letzten Jahren von den Handelsspannungen zwischen den USA und China profitiert, indem sie globale Exportmarktanteile gewonnen und ausländische Investitionen angezogen haben", erklärt Françoise Huang, Senior-Volkswirtin beim Kreditversicherer _Allianz Trade_, im Interview mit der DW.
Profiteure der China+1-Strategie
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Viele Unternehmen aus Industrieländern setzen seit der Corona-Krise und den damals gerissenen Lieferketten mit China verstärkt auf ASEAN-Länder. Die Investitionen des verarbeitenden Gewerbes aus Ländern der OECD, einem Industrieländer-Club, sind hier inzwischen doppelt so hoch wie die in China. 2018 war das Verhältnis noch umgekehrt.
"Gleichzeitig sind die ASEAN-Länder auch für chinesische Unternehmen attraktiv", sagt Huang und verweist auf chinesische Autohersteller, deren Investitionen in der Region sich zwischen 2015 und 2023 verdreifacht haben.
Dass eine stärkere Zusammenarbeit zwischen ASEAN und den Golf-Staaten durchaus Sinn macht, unterstreicht Sharon Seah vom _ASEAN Studies Centre des ISEAS-Yusof Ishak Instituts_ in Singapur im Interview mit der DW.
"Obwohl die Zahlen des ASEAN-GCC-Handels noch relativ bescheiden sind, gibt es viel Raum für Wachstum", so Seah.
"Für die ASEAN besteht das wichtigste strategische Gebot darin, die Handelsbeziehungen zu diversifizieren und die Zusammenarbeit außerhalb der Region zu verstärken."
Wichtigste Handelsroute der Welt
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Die ASEAN-Staaten Malaysia, Indonesien und Singapur halten zudem einen wichtigen Trumpf im internationalen Handelspoker in der Hand: Sie kontrollieren die Meerenge von Malakka, durch die mehr als ein Viertel des globalen Handelsvolumens transportiert wird. Außerdem passieren 80 Prozent der Öllieferungen für China und Japan aus dem Nahen Osten diese Meerenge.
Das ASEAN-Mitglied Singapur liegt an der Straße von Malakka und verfügt über den zweitgrößten Containerhafen der WeltBild: Joseph Nair/NurPhoto/picture alliance
Zurzeit sehe man nur die vagen Konturen von Trumps Zollpolitik, die sich vor allem gegen China richten. Daher sei es schwierig zu sagen, wie sich die Handelsallianzen verschieben werden, sagt die Forscherin aus Singapur.
"Der Schritt Malaysias, China einzuladen, ist beispiellos. Aber man kann ihn so sehen, dass Malaysia die Zusammenarbeit der ASEAN sowohl mit China als auch mit dem Golf-Kooperationsrat ausbauen will - im Rahmen einer dreiseitigen Partnerschaft, um die Stärken aller Seiten zu nutzen", betont Seah.
Hier kommt die Stärke der Golfstaaten ins Spiel: Sie verfügen aus dem Verkauf von Öl und Gas über reichlich Liquidität für Investitionen im Ausland.
In strategischen Bereichen wie Technologie und KI könnten einzelne ASEAN-Länder davon profitieren, glaubt Françoise Huang. "Die Staatsfonds des Golfkooperationsrates könnten Anteilseigner großer ASEAN-Unternehmen werden und deren Wachstum auf lokaler und internationaler Ebene unterstützen."
Donald Trump beginnt Handelskrieg mit US-Zöllen
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ASEAN-Staaten als Handelsdrehscheiben der Zukunft
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Dass einzelne ASEAN-Staaten gute Chancen haben, ihre Bedeutung im globalen Handel auszubauen, bestätigt eine aktuelle [Studie von Allianz Trade](https://www.allianz-trade.com/content/dam/onemarketing/aztrade/allianz-trade_com/en_gl/erd/publications/pdf/14112024-geoeconomic-playbook-global-trade-AZT.pdf "Externer Link — Studie von Allianz Trade")
. "Wir haben Effizienz, Konnektivität und Handelspotenzial untersucht, um die 25 wichtigsten Handelsdrehscheiben der nächsten Generation zu ermitteln. Einige ASEAN-Länder sind in unserer Bewertung sehr gut positioniert, insbesondere Malaysia auf Platz 2, [Vietnam](https://www.dw.com/de/vietnam/t-17676263)
auf Platz 3 und Indonesien auf Platz 5", so Françoise Huang. Interessanterweise rangiert auf dem ersten Platz ein Vertreter der neuen Wunschpartner vom Golf: die Vereinigten Arabischen Emirate.
Noch gehen rund 20 Prozent der ASEAN-Exporte in die USA. Da sei es kein Wunder, dass einige ASEAN-Länder "vor dem Hintergrund einer aggressiveren Handelspolitik der USA einen diversifizierten außenpolitischen Ansatz" anstrebten, sagt Huang. "So hat Indonesien beschlossen, den [BRICS](https://www.dw.com/de/brics-staaten/t-17790071)
beizutreten und gleichzeitig seinen Fahrplan für den Beitritt zur OECD voranzutreiben."
Auch Malaysia will BRICS-Mitglied werden. Das Schwellenländer-Bündnis ist nach den Anfangsbuchstaben von Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika benannt, hat inzwischen aber schon zehn Mitglieder, darunter auch Iran.
Dass die US-Regierung die BRICS-Gruppe im Visier hat, weil sie die globale Dollar-Vorherrschaft brechen will, dürfte allerdings auch in Jakarta und Kuala Lumpur bekannt sein. Für den Fall, dass die BRICS-Staaten "mit dem Dollar spielen wollen", hat Donald Trump schon einmal vorsorglich mit Strafzöllen von 100 Prozent gedroht.
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